Schweizer Meisterschaft 2026 in Thun vom 11. bis 14. Juni

28 Teams aus 5 Nationen. Klare Sache für die Titelverteidiger und amtierenden Fireball Weltmeister Yves Mermod/Maja Siegenthaler. In ihrem Heimrevier gewinnen sie 10 von 11 Rennen. Silber holen Imre Horvath/Ruedi Moser, Bronze Mona Venhoda, Sophie Moosegard/ Fiona Schärer.

Gemeldet waren 28 Teams aus 5 Nationen (22 SUI, 3 FRA, 1 BEL, 1 GBR, 1 ITA). Fireballtypisch bunt gemischt: 14 Mixed-, 2 Damenteams und 8 Junioren.
Bereits am Mittwochabend waren die Türen des Thunersee Yachtclubs geöffnet: Boote registrieren, vermessen und auf Quagga checken war möglich. Diese Gelegenheit nahmen viele der Teilnehmenden wahr. In Campern schlafen war auf dem Clubparkplatz erlaubt, aber nicht campieren mit Stühlen und Tischen draussen – zum Lärmschutz der Nachbarn… Danke!

Dank der Expertise von Vermesser Erich Ott ging die Kontrolle der Boote schlank über die Bühne, ohne nennenswerte Beanstandungen.

Bei der SM Eröffnung am Donnerstagmittag zeigte sich Wettfahrtleiter Franz Bürgi zuversichtlich: Der Wind sollte bei der angesagten Westwindlage kein Problem werden. Anfänglich sollte es noch etwas kühl und wolkig sein, aufs Wochenende hin aber richtig sommerlich.

Beim Einsetzen der berühmten Thunersee Westthermik am Nachmittag liefen die 28 Teams gut gelaunt aus in Richtung Oberhofen. Bei 2-3 Bft, wurden 2 Rennen möglich. Mermod Y./M. Siegenthaler auf dem geliehenen WM-Boot ‚Tituma‘ zeigten ihr Können mit 2 Laufsiegen. Die nächsten Verfolger des Tages waren die FRA Burgaud/F. Devaux und L. Markwalder/Frey. Die Zwischenwertung vom  Donnerstag: 1. Tituma (2P), 2. FRA Rodet/Gueniffet (10P), 3. Horvath/Moser (12P).

Im Meldegeld inbegriffen waren 3 Abendessen vom clubeigenen Restaurant. So war an Land nach dem ‚Einlaufgetränk‘ der Znacht schon gerichtet: verschiedene Salate und Grilliertes. So einfach geht Verköstigung nicht immer. Danke dem Organisationsteam!

Am Freitag wollte der morgentliche Südwind nicht aufhören. Also liess uns die Wettfahrtleitung auf den welligen See auslaufen: Der Beginn von einem 7-Stundentag auf dem Wasser. Zuerst ein abgebrochener Lauf. Danach 4 Rennen bei um 3 Bft. konstant aus Süd waren die Ausbeute. Es gab für viele Ups und Downs. Die Downs von Yves und Maja beschränkten sich aber lediglich auf nicht grad in Führung zu sein an der 1. Luvboje. Im Ziel hatten sie immer die Nase vorn. Gute Zeiten hatten R. Baumgartner/Schärer S. (2×2.), Horvath/Moser (1×2.) und Sophie Moosegard, die an diesem Tag Mona Venhoda ersetzte, die für Prüfungen in die Schule musste, mit Fiona Schärer am Draht (2×3.). In der Zwischenwertung am Abend lagen nach dem nun wirksamen 1. Streicher hinter ‚Tituma‘ (5P) aber weiterhin Rodet/Gueniffet (22P), die sehr konstant  Ränge 4 bis 6 fuhren. M.Venhoda,S.Moosegard/F. Schärer machten ein Schritt nach vorn auf Platz 3 (25P), punktgleich mit Bacher H./M. Bacher.

Sehr hungrig an Land zurück wartete schon wieder ein Pasta-Buffet auf uns. Genau das Richtige nach so einem Tag. Futtern und ausspannen im schönen TYC Garten. 

Am Samstag war nach kühler Nacht und mit ungetrübtem Sonnenschein gute Westthermik erwartet, daher wurde der 1. Start auf Mittag vorgesehen. Der Wind liess aber auf sich warten bis in den Nachmittag hinein. Schliesslich reichte er für 3 weitere Läufe bei 3-4 Bft. und vielen Drehern, Böen aber auch Löchern. Übliches ganz an der Spitze: Yves und Maja dominierten weiter. Ch. Härdi/Landerer C. drehten auf mit 2 Zweiten zu Beginn, M. Venhoda/F. Schärer festigten ihre Position mit 3&4. Im letzten Rennen nutzen Horvath/Moser eine starke Böe, das ganze Feld links zu umfahren und landeten den einzigen Nicht-Tituma-Sieg.

Die Zwischenrangliste sah nun vor dem letzten Tag so aus:  1. Y. Mermod/M. Siegenthaler (9P), 2. Horvath/Moser (36P), 3. M. Venhoda, S. Moosegard/F. Schärer (43P), punktgleich vor Rodet/Gueniffet, die zweimal etwas gepatzt hatten. 3 weitere Läufe waren am Sonntag noch möglich und der 2. Streicher nach 10 Rennen. Für Spannung, zumindest für Silber und Bronze, war gesorgt… Der 1. Start wurde am Sonntag auf 8 Uhr angesetzt.

Zuerst gab es aber wieder Znacht: Einiges vom Grill mit Salaten und Kuchen zum Schluss.

Der Morgenwind wollte am Sonntag nicht so richtig. AP war die Folge. Die Wettfahrtleitung war hin und her gerissen: War der Wind am Sterben oder zieht er noch einmal an? Schliesslich gings doch noch aufs Wasser. Nach längerem Warten und den besten Ort suchend wurde die Startline gesetzt. Der Start gelang. Der Wind hielt aber nicht. An der Leeboje war Schluss. Abbruch und zurück an Land.
Bis 15.30 wären noch weitere Starts möglich. Man beschloss, bis 14 Uhr auf den Wind zu warten. Kurz nach Mittag drehten sich die Stander auf West. Mit dem Erreichen des Startgebietes bei Oberhofen hatte sich der Wind auf 4 Bft. verstärkt. Ein erster Start musste wegen starkem Dreher abgebrochen werden. Danach drehte der Wind weiter auf. 5 Bft., in den Böen noch mehr. Das war ein Finale! Rasante Kreuzen, spritzige Spi-Ritte, Tituma voraus. M. Venhoda/F. Schärer hielten sich gut, Horvath/Moser auch, Rodet/Gueniffet waren nicht schnell genug. Nach 2 Rennen war die Zeit abgelaufen, das Podest klar. Gleich wie am Vorabend.

Novum: 3 Frauen und 3 Männer teilen sich den Platz auf dem Treppchen. Und, die Jugend hat übernommen!Ruedi/Imre  –  Yves/Maja  –  Mona/Fiona

Danke dem Club für das grosszügige zur Verfügungstellen der ganzen  Infrastruktur und  das Abwickeln der Meisterschaft! Dies ermöglichte neben den Rennen eine entspannte Atmosphäre und gemütliches Beisammensein. 

Ebenso grosser Dank geht an den SF Vorstand , der massgeblich an der Organisation beteiligt war. Die Idee mit den drei gemeinsamen Nachtessen kam sehr gut an!

Die Sponsoren ‚AEK Bank 1826‘ und ‚Kielwasser.ch‘ haben finanziell und mit Preisen zum erfolgreichen Anlass beigetragen. Vielen Dank!

Fotos vom Anlass (es gelten die Copyright Regeln):
alle Tagevon Peter Kupferschmied
        – Samstag von Marianne & Bruno Perren
       – Sonntag von Marianne & Bruno Perren

Rangliste
28 Teams, 5 Nationen (SUI/BEL/FRA/GBR/ITA), 11 Läufe, 2 Streicher
Wind Süd 3 Bft., West 2-6 Bft.

herunterladen zum Drucken

Translate »