Sihlsee, 27./28.6.2026

5 kleine Fireballs wollten an den Sihlsee gehen. Einen traf die Hexe, da warens nur noch 4. Eine schlipfte an der Rampe, die Hand war futsch, da warens am Sonntag nur noch 3. 6 Läufe bei typischen Sihlsee-Bedingungen.

Die erhofften etwas kühleren Temperaturen in der erhöhten Lage vom Sihlsee waren kaum merklich. Heiss bleibt heiss. Auch das Seewasser glich eher dem in einem Planschbecken. Die Neoprens konnten gut in der Tasche bleiben. Von den anfänglich vorhergesagten Gewittern war nicht mehr die Rede.
Zeitig tat auch die Thermik aus nördlicher Richtung ihren Dienst. Wie üblich um 2 Bft. Genauso üblich das Muster: Böen mit Drehern und Löcher. Hinzu kam noch viel treibendes Seekraut, das sich gern an die Ruder hängte und merklich Fahrt kostete – und Nerven. Da sich der Himmel im Lauf des Nachmittags mit Feuchtigkeit überzog, war schon vor 4 Uhr nach 2 Rennen fertig mit Wind. Aufgeheizt gings an Land zum lauen Bad im See. 

Bei nur 4 Booten glichen die Rennen eher einem Match-Race. Nur nicht zuhinterst sein! Das war schnell mal geschehen. Aber es gab auch Möglichkeiten zum Überholen.  Ch. Härdi/Landerer C. konnten schliesslich den 1. Laufsieg einheimsen, Giovanoli revanchierten sich im 2. Lauf. Horvath/Moser quetschten sich jeweils dazwischen. So hatten die ersten Drei alle 4 Punkte. 

Klar, dass der Club am Abend grosszügig auftischte. Mit Sicht auf See und Umgebung zum Geniessen. Zum Glück kühlte es währenddessen auf  angenehme Temperatur ab. Die Blitze im fernen Glarnerland boten etwas Spektakel und auch der Vollmond lugte zwischen harmlosen Wolken hervor. 

Wer dachte „Ganze Schweiz sonnig und heiter, nur im Glarnerland schifft’s weiter“ und sich ins Zelt oder den Bus legte bei offenem Fenster, wurde noch vor Mitternacht geschüttelt und geflutet. Zwei Gewitterzellen schlossen sich klammheimlich über dem See zusammen und schütteten sich während einer Stunde aus.

Am Sonntagmorgen trocknete alles wieder. M. Erne/Haueter verräumten ihr Schiff wegen schlimmer gewordener Hand. Der Wind trümmelte etwas herum. Gegen Mittag hatte sich wieder etwas Nördliches etabliert. Das Kurs auslegen gestaltete sich schwierig, weil auch Westwind mitspielte. Damit musste man sich zurecht finden. Vorsichtshalber war jeder Lauf schon beim Start als abgekürzt signalisiert. Also eine Runde mit zusätzlicher Kreuz ins Ziel. 
Ch. Härdi/Landerer C. legten zum Beginn einen weiteren Laufsieg hin. Zwischendurch verabschiedete sich der Wind etwas, kam aus mehr oder weniger anderer Richtung zurück und schwenkte erneut zurück usw. Dennoch gelangen nochmal 3 weitere Läufe. Horvath/Moser hatten nun den Dreh raus und holten sich alle weiteren Siege. Damit auch den Regattagewinn vor Ch. Härdi/Landerer C. und Giovanoli/Leemann.

Obwohl mehr Teilnehmende gewünscht wären, war es ein gutes Training für knifflige Situationen.

Danke dem Club, dass wir trotz Minifeld unseren eigenen Start haben durften. Und für die Bewirtung natürlich. Hoffentlich sind nächstes Mal wieder mehr Fireballs dabei.


Rangliste
4 Teams, 6 Läufe, 1 Streicher, Wind NW 1-3 Bft.

 

Rangliste
4 Teams, 6 Läufe, 1 Streicher, Wind NW 1-3Bft.

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