SUI-ITA Cup Maccagno, 11./12.7.2026
10 SUI Teams scheuten die staubelastete Anfahrt bei Ferienbeginn nicht. Dazu gesellten sich 7 ITAs. Sie wurden mit gutem Wind entschädigt. 6 Läufe. SUI Horvath/Moser gewinnen vor ITA Dagnino/Frerrari und SUI Ch. Härdi/Landerer C.
Die SUI Teams reisten sicherheitshalber schon am Freitag an. Wer am frühen Samstagmorgen aufstehen und in den Neopren schlüpfen wollte, konnte bei sattem Nordwind mit Spi über den See flitzen. Allemal lohnenswert…
Beim Skippersmeeting um 11 hatte sich der Nordwind bereits verabschiedet und am südlichen Horizont kündete sich schon der Nachmittagswind an. So wurde es bald Zeit, auszulaufen und unter Spi mit Südwind gegen Canobbio zu segeln. Das schon mit gutem Zug. Der Wind verstärkte sich bis zur Startzeit auf etwa 4 Bft. Gekoppelt mit der Hitze und dem lauen Wasser sehr angenehm. Dicke Kleider brauchte es gar nicht. Die Karibikausrüstung reichte. Drei Rennen war die Ansage.
Im ersten Lauf fuhren Düscher/Venhoda T. am extremsten rechts und holten den Bergpreis. Bei diesem Wind ist die Devise ja rechts fahren bis zur Layline. Die ist nicht ganz einfach einzuschätzen, da Mitte See gegen die Boje hin mit einem Lift gerechnet werden muss. Und Überhöhe schadet im Normalfall. Das ist eigentlich das bekannte Muster. Unter Spi auf den Raumschenkeln überholten dann Horvath/Moser, Ch. Härdi/Landerer C. und Scheller/Eberle. Diese Reihenfolge blieb bis ins Ziel.
Jetzt war offensichtlich, wie die 1. Kreuz angegangen werden musste. Das Gedränge am Startboot nahm zu. Auch im 2. Rennen hatten Horvath/Moser die Nase vorn, diesmal gefolgt von Dagnino/Ferrari und wieder Ch. Härdi/Landerer C. Der Wind hatte während dem Lauf etwas abgenommen. Wolken türmten sich bleiern über dem Canobbiotal. Würde bald Wind von dort kommen? Aber die Situtation entspannte sich rasch wieder, der Wind blieb stabil aus Süd.
So konnte fürs 3. Rennen gestartet werden. Es war beim Startboot noch hektischer als zuvor. Klar, alle wollten nach rechts. Die Einzelrückruf-Flagge wurde gehisst, 2 SUI waren aus dem Rennen: 14799 Horvath/Moser und 14859 Ch. Härdi/Landerer, die noch umkehrten, aber scheinbar nicht ganz hinter die Linie zurück. Weil der Wind nach der 1. Runde nun doch schwächelte, wurde an der 2. Luvboje abgekürzt. Dagnino/Ferrari waren zuerst da, vor Ascolis und L. Kostka/Cicarelli. ITAs unter sich…
Dagnino/Ferrari und Ascoli M./E. Ascoli waren so am Abend auch die Führenden im Zwischenklassement. Horvath/Moser Dritte. Aber es war ja erst Regattahälfte, hoffentlich.
Für Sonntag waren die Windprognosen eher dürftig. Es war nicht sicher, ob der der Nordwind am Morgen wieder blasen würde. Dennoch wurden wir zum Start um 8.30 aufgeboten. Etwas Wind war da, aber nur 2-3 Bft mit ziemlich Wellen. Keine einfache Sache. Ch. Härdi/Landerer C. konnten mit diesen Bedingungen am besten umgehen und fuhren allen davon. Dagnino/Ferrari, Ascolis und Horvath/Moser wechselten sich in der Verfolgung ab. Schliesslich waren Dagnino/Ferrari mit der besten Taktik im absterbenden Wind die Nächsten über der Ziellinie, vor Horvath/Moser. Es wurde noch ein weiterer Start versucht bei sehr stark pendelnden leichten Böen. Gut kam aber die Einsicht, dass man es besser sein liess und uns ans nahe Land schickte.
Zum Glück kam schon bald wieder der Südwind, und wie. Stärker als am Samstag. Wunderbar! Wieder eine Sache für Düscher/Venhoda T., wieder mit Bergpreis. Aber wo war die Robo-Raumtonne hingekommen? Weit unten konnte man sie ausmachen. Abgetrieben oder selbständig gemacht? Also Vorwind drauf los. Auf einem Schlauchboot wurde die Ersatzbahnmarke-Flagge geschwenkt. Horvath/Moser rundeten in Führung, der Schlag zur Leetonne spitz, sie bergen den Spi. Knapp dahinter lassen Dagnino/Ferrari diesen stehen und kämpfen um Höhe. Der Wind macht Pause. Ch. Härdi/Landerer C. ziehen am besten Profit aus der Situation und fahren locker vorbei. Dagnino gelang es auf der folgenden Kreuz mit Laufenlassen zu Ch. Härdi/ Landerer C. aufzuschliessen und schliesslich zu überholen. Horvath/Moser zwängten sich kurz vor der Luvboje noch zwischen die Beiden. Unter Spi schafften es die beiden SUI an den ITA vorbei, Horvath/Moser zuvorderst.
Leider verabschiedete sich nicht nur die Raumboje, sondern auch das Startboot rutschte. Es verging viel Zeit, bis die Sache wieder im Griff war und der letzte Start erfolgen konnte. Horvath/Moser führten von Beginn weg, vor Dagnino/Ferrari und Düscher/Venhoda T., die endlich Lohn für ihr gutes Amwindfahren bei knackigem Wind einheimsten.
Horvath/Moser konnten ihren OCS streichen und gewinnen den Coppa d’Oro, Zweite sind Dagnino/Ferrari, Dritte Ch. Härdi/Landerer C. Einen weiteren Pokal gab es für die bestplatzierte Frau am Draht: Aline Schneuwly auf SUI 14987 ‚Flipp Flopp‘.
Vielen Dank an den UVM für die Gastfreundschaft und die Arbeit auf dem Wasser.
Es hat sich jede Stauminute gelohnt für das Wochenende in Maccagno mit besten Windverhältnissen. Hoffentlich kommen nächstes Mal wieder mehr Teams an den Lago Maggiore.
Rangliste (17 Teams, 2 Nationen, 6 Läufe, 1 Streicher Wind Süd 3-5 Bft, Nord 2-3 Bft)
