Swiss Cup Lac de Joux, 15./16. August 2026
Es war die 60. Ausgabe des Bol d’Or du Lac de Joux Wochenendes. Am Samstag für die Fireballs Dreiecksregatte mit 3 Läufen, am Sonntag Teilnahme am Pendant für Jollen des berühmten Namengebers auf dem Genfersee. 10 Fireball Teams anwesend. Horvath/Moser gewinnen am Samstag, R. Baumgartner/Schärer brillieren als Zweite am Bol d’Or bei 68 teilnehmenden Jollen.
Nach vielen Jahren stand wieder einmal der Lac de Joux auf dem Regattplan. Auch dieser See hatte heuer einen reduzierten Wasserstand. aber die Sliprampen waren grad noch genug lang für bequemes Einwassern. Der Club war gut organisiert für den Ansturm von diversesten Jollen: Gratis Parkplatz mit Möglichkeit zum Übernachten, Hotel und Campingplatz in unmittelbarer Nähe und ein Festzelt mit Livemusik am Samstagabend.
Während am Samstagnachmittag für die Kids das Mini Bol stattfand, wurde für die Fireballs und M2 Katamarane ein Dreieckskurs ausgesteckt.
Bei der Wetterlage gab es nur eine Sicherheit: Schauer mit Aussicht auf Gewitter.
Beim ersten Start hatte es sogar richtigen Wind aus nordöstlicher Richtung, später drehte er auf Nord, verschärft mit einem Starkschauer. Die Einzelrückruf-Flagge wurde gezückt. Diese bewog einzelne zum Umkehren, andere fuhren weiter. Horvath/Moser waren zuerst im Ziel vor Ch. Härdi/Landerer und Venhoda/S. Zaugg. Das inzwischen aufgezogene Gewitter direkt über dem See veranlasste ein paar, den See zu verlassen und abzuwarten.
Der Regen hörte bald auf, das Gewitter verzog sich, der Wind schwächte sich ab und drehte stark nach rechts. Der Kurs blieb so, wie er war. Auch die Startlinie. Ch. Härdi/Landerer nutzten das am besten aus und fuhren voraus. Auf dem Vorwinder setzte der Wind vorübergehend aus, kam aus anderer Richtung zurück, was sich mehrmals wiederholte. Unten gerundet wurde im Pulk. Ch. Härdi/Landerer, nicht mehr in Führung, fanden aber anschliessend die beste Spur zur nächsten Boje und waren dort wieder zuvorderst. Danach gaben sie die Führung nicht mehr ab, vor R. Baumgartner/Schärer und Horvath/Moser.
Die Wolken verzogen sich ziemlich, die Sonne brach durch. Nach einer Weile dümpeln, kam wieder etwas Wind auf. Der Kurs wurde diesmal darauf ausgerichtet. Horvath/Moser holten sich dieses Rennen erneut vor L. Brugger/V. Schneider und Ch. Härdi/Landerer. Nachher wurden wir an Land geschickt.
Rangliste nach den 3 Läufen:
Am Abend gab es im Festzelt Apero, Livemusik und später heissen Schinken, Kartoffelgratin, Salat und Dessert, Das Zusammensitzen dauerte länger.
Der Start für die Umrundung des Sees, dem Bol d’Or für Jollen, war am Sonntag auf 10 Uhr geplant. Nach der Info zum Startprozedere und der abzusegelnden Bahn hatte es aber noch keinen Wind. Daher wurde AP gesetzt. Für diese Langstreckenregatte waren 60 Boote unterschiedlichster Klassen gemeldet. Zur Vergleichbarkeit sind alle mit einer Handicapzahl versehen. Der Start der Einrümpfer erfolgt aber gemeinsam. 1 bis 2 Runden waren vorgesehen
Ein Hauch zeichnete sich am Horzont ab, einwassern war angesagt. Leichte Böen strichen vereinzelt über den See. Die Katamarane wurden schon mal auf den Kurs geschickt. Sie kamen aber schon bald danach ohne Wind zum Stehen. Von der Wettfahrtleitung wurde auf den nächsten Hauch gewartet. Bei nächster Gelegenheit gab es einen Massenfrühstart. Erst der zweite Anlauf gelang mit einzelnen Frühstartern. Von den Fireballs war niemand OCS. Von Hauch zu Hauch bewegte sich das Feld schleichend vorwärts und teilte sich nach beiden Ufern, wo etwas mehr Vortrieb zu erhoffen war. Im Lauf der Zeit zeichnete sich ab, dass die Boote am östlichen Ufer besser in Fahrt waren. Aber auf beiden Seiten konnte man gefühlt keinen Meter geradeaus fahren, geschweige denn auf eine generelle Windrichtung zählen. Manchmal gingen Spis hoch, weil ein Hauch von hinten kam und in den nächsten Sekunden wieder runter, weil schon vorbei. Die Boote am Ostufer waren dann wirklich zuerst an der Umkehrboje vor Le Pont. Die Nerven waren bis dahin schon arg strapaziert. 4 Fireballs lagen nahe zusammen in der Spitzengruppe. Während dem Runden konnten sich R. Baumgartner/Schärer in der nun einsetzenden Bise deutlich von den anderen drei Fireballs absetzen. Die Bise baute sich aber nicht so stark auf, dass Nerven ab jetzt geschont wurden. Der Kampf um jeden Meter dauerte an. R. Baumgartner/Schärer gingen nach einer Runde als 3. Boot über die Ziellinie. Damit konnten sie sich berechtigte Hoffnung auf einen Spitzenplatz machen, vielleicht sogar auf den Sieg…
Die Bise setzte sich mehr und mehr über den ganzen See durch. Die langsameren Schiffe mit tiefer Handicapzahl profitierten nun vom stärkeren Wind auf ihrem Weg ins Ziel. So machten z.B. die ILCAs Boden gut und einer platzierte sich nach berechneter Zeit noch vor R. Baumgartner/Schärer. Zweiter Fireball wurden Venhoda/S. Zaugg, Dritter L. Brugger/V. Schneider.
Nicht in die vorderen Ränge schafften es heuer die schnellsten Boote wie 49er, FX usw., die den grössten Teil ihres Weges bei fast kein Wind zurück legen mussten.
Rangliste der Jollen, Auszug: ganze Rangliste
